Finalisten im Porträt: Gülcin Bayraktar (Wi_Ra)

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Uns interessieren auch die Menschen hinter den Projekten. Wem geben wir da eigentlich unsere Stimmen? Um die Engagierten besser kennenzulernen, haben wir Ihnen einen Fragebogen geschickt. Die vorgestellte Person ist in den meisten Fällen natürlich Teil eines größeren Teams. Nach und nach veröffentlichen wir hier die Antworten!

Gülcin Bayraktar

 

Was ist Ihre Rolle bei dem Projekt, wie sind Sie dazu gekommen?

Ich bin Projektleiterin und für die Erreichung der Ziele im Projekt verantwortlich. Bei der Erstellung der Projektkonzeption habe ich mitgewirkt und meine Erfahrungen durch die vorhergehenden Willkommensmaterialien und verschiedenen Schulungen miteingebracht. So war es Konsens, dass ich das Projekt koordinieren werde.

Was sind aus Ihrer Sicht die größten Herausforderungen bei dem Projekt?

Zum einen Zuwanderergruppen, deren kulturellen und gesellschaftlichen Vorstellungen stark von unseren abweichen. Da gilt es, gedankliche Brücken zu bauen. Zum anderen, Einrichtungen & Organisationen der Aufnahmegesellschaft von den Schulungen und Sensibilisierungsveranstaltungen zur interkulturellen Öffnung und deren Sinnhaftigkeit zu überzeugen.

Was war bisher ihr persönliches Highlight, welches Sie im Projekt erlebt haben?

Zum einen war es eine aus Syrien geflüchtete Frau, die sich nach meinem Vortrag herzlich bedankt hat, mit der Bitte, auch weitere Frauen darüber aufzuklären, welche Rechte und Freiheiten sie in Deutschland besitzen. Zum anderen eine Einrichtung, die froh und dankbar dafür war, endlich Fragen stellen zu dürfen, ohne dabei stigmatisiert zu werden.

Wo sehen Sie das Projekt in fünf Jahren?

Gerne würde ich die Entwicklung von interkulturellen Materialien für ein verständnisvolles Miteinander bedarfsorientiert ausbauen. Auch sollten die konzipierten Schulungen Standard werden, da sich interkulturelle Kommunikation nicht nur auf Herkunftsländer bezieht, sondern auch für die Diskussionskultur in Politik und Gesellschaft relevant ist.

Was erhoffen Sie sich von Leuchttürme Oberschwabens, was würden Sie mit dem Preisgeld machen?

Sehr gerne würde ich weitere Ideen zu neuen Materialien umsetzen, die ein friedliches und verständnisvolles Miteinander fördern und die Workshops ergänzend ausbauen.

Was macht ihr Projekt einzigartig gegenüber den anderen Projekten?

Das Projekt spricht nicht nur eine Zielgruppe an, sondern mehrere: Die Zuwanderer, Fachkräfte, Organisationen und Einrichtungen, bürgerschaftlich Engagierte sowie Bürgerinnen und Bürger. Darüber hinaus fördert das Projekt auch über die Grenzen Ravensburgs hinaus nachhaltig (mit den Materialien) die Kommunikation zwischen Kulturen und Generationen.

Was ist Ihr guter Tipp für andere Engagierte?

Wenn Sie an etwas fest glauben, dann kämpfen Sie für die Umsetzung holen sich Unterstützerinnen und Unterstützer! Ich war und bin fest vom Projekt überzeugt und fühle mich jeden Tag noch mehr bestätigt, dass das eine gute Sache ist.

Mehr Infos wie auch eine Spendenmöglichkeit finden Sie auf der Projektseite und hier können Sie für das Projekt abstimmen!