Finalisten im Porträt: Cora Bures (Nein heißt Nein)

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Uns interessieren auch die Menschen hinter den Projekten. Wem geben wir da eigentlich unsere Stimmen? Um die Engagierten besser kennenzulernen, haben wir Ihnen einen Fragebogen geschickt. Die vorgestellte Person ist in den meisten Fällen natürlich Teil eines größeren Teams. Nach und nach veröffentlichen wir hier die Antworten!

Brennessel e.V. Cora Bures

 

Was ist Ihre Rolle bei dem Projekt, wie sind Sie dazu gekommen?

Beratung und Prävention gegen sexuellen Missbrauch bedingen sich gegenseitig. In der Beratung zeigt sich der Bedarf an Prävention, in der Prävention werden Schwellenängste abgebaut, sich Beratung zu holen. Als Beraterin übernehme ich daher auch sehr gerne Aufgaben in der Präventionsarbeit.

Was sind aus Ihrer Sicht die größten Herausforderungen bei dem Projekt?

Es ist eine besondere Herausforderung das Thema „Sexueller Missbrauch“ den Kindern und den Erwachsenen so zu vermitteln, dass alle hinterher mit einem guten Gefühl aus dem Elternabend, aus der Lehrerfortbildung oder aus dem Unterricht herauskommen.

Was war bisher ihr persönliches Highlight, welches Sie im Projekt erlebt haben?

Besonders freut es mich, wenn nach den Veranstaltungen Kinder, Eltern, Lehrerinnen und Lehrer auf uns zukommen und sich Unterstützung holen oder auch rückmelden, dass es ihnen sehr weitergeholfen hat, sich mit diesem schwierigen Thema zu beschäftigen. Eine Mutter meinte nach einem Elternabend: „Ich hätte nicht gedacht, dass bei einem so schwierigen Thema auch mal gelacht werden kann!“

Wo sehen Sie das Projekt in fünf Jahren?

Eine Vision wäre, dass die Präventionsarbeit gegen sexuellen Missbrauch in Grundschulen eine Selbstverständlichkeit wird und Projekte auch von Landes- und Bundesebene gefördert werden. Somit könnten wir unsere personelle Kapazität für Prävention erhöhen. Unser Projekt werden wir den aktuellen Gegebenheiten entsprechend weiterentwickeln. Wir werden in Zukunft noch mehr auf das Thema „Sexuelle Gewalt im Netz“ eingehen.

Was erhoffen Sie sich von Leuchttürme Oberschwabens, was würden Sie mit dem Preisgeld machen?

Bei all diesen Aktionen sehen wir vor allem auch den Effekt der positiven Öffentlichkeitsarbeit. Das Preisgeld würden wir für die personelle Kapazität nutzen, weitere Fachbücher anschaffen für die Elternabende und Lehrerfortbildungen und wir brauchen wieder neue „Kuschelkissen“ für die Schulen. Das sind Kissen, die als Handpuppe genutzt werden. Handpuppen o.ä. können eine Brücke bauen für Kinder, die Sorgen haben und sich nicht trauen darüber zu reden.

Was macht ihr Projekt einzigartig gegenüber den anderen Projekten?

Sexueller Missbrauch macht ohnmächtig und sprachlos. Unser Projekt – und dazu gehört auch unsere Beratungsarbeit – soll zur Enttabuisierung des Themas Sexueller Missbrauch beitragen und die Menschen ermutigen.

Was ist Ihr guter Tipp für andere Engagierte?

Nie aufgeben!

Brennessel Nein heißt Nein

 

Mehr Infos wie auch eine Spendenmöglichkeit finden Sie auf der Projektseite und hier können Sie für das Projekt abstimmen!