Finalisten im Porträt: Lena Stecker (Moskito – alle inklusive)

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Uns interessieren auch die Menschen hinter den Projekten. Wem geben wir da eigentlich unsere Stimmen? Um die Engagierten besser kennenzulernen, haben wir Ihnen einen Fragebogen geschickt. Die vorgestellte Person ist in den meisten Fällen natürlich Teil eines größeren Teams. Nach und nach veröffentlichen wir hier die Antworten!

Lena Stecker Moskito
Lena Stecker (re.) mit Team und Aktiven

Was ist Ihre Rolle bei dem Projekt, wie sind Sie dazu gekommen?

2009 begann ich als Praktikantin in der Zirkusschule damals unter einer anderen Leitung. Leider löste sich diese im Jahr 2013 auf. 2014 begann ich dann als Leiterin mit zunächst 7 Kindern und 1 Kurs diese wieder aufzubauen. Ich bin weiter Ansprechpartnerin der Kooperationspartner, wie z.B die Stiftung KBZO in Weingarten, mit welcher wir seit 2014 eine tolle Zusammenarbeit haben.

Was sind aus Ihrer Sicht die größten Herausforderungen bei dem Projekt?

Da wir ein stark inklusives Konzept seit 2014 haben, wo Kinder mit und ohne sonderpädagogischem Förderbedarf gemeinsam Zirkus erleben, haben wir deutlich höhere Personalkosten. Mit dem Mitgliedsbeitrag wird gerade der Personalbedarf finanziert. Die teuren Materialien, die in der Zirkuspädagogik z.B. für Luftartistik, Diabolos, Jonglierkeulen, etc. benötigt werden. sind sehr teuer, müssen ständig erneuert sein.

Was war bisher ihr persönliches Highlight, welches Sie im Projekt erlebt haben?

Unsere 2 tägige Abschlussveranstaltung 2017, wo unsere 60 Kinder mit und ohne Behinderung und Migrationshintergrund, die sich Großteils nicht kannten, eine unheimlich schöne Abschlussveranstaltung in einem Zirkuszelt in Baltersberg auf die Beine stellten.

Wo sehen Sie das Projekt in fünf Jahren?

Mein bzw. unser Herzenswunsch wäre eine Art sozialer Zirkus in Ravensburg. Morgens Schulprojekte, mittags freie Kurse, wo Kinder des Landkreises wie bei einer Art Jugendtreff zu uns ins freie Training kommen können. Wenn es dafür noch ein festes Zirkuszelt gäbe, wäre unser Traum perfekt!

Was erhoffen Sie sich von Leuchttürme Oberschwabens, was würden Sie mit dem Preisgeld machen?

Es käme auf die Höhe des Preisgeldes an. Wir wünschen uns derzeit einen 9-Sitzer Bus. Dieser würde unsere Arbeit in hohem Maße entlasten. Wir müssen sehr oft sehr viel Material transportieren, oder nehmen Kinder auf Aktionen mit. Ansonsten wünschen wir uns ein kleines Mitmachzirkuszelt, und unser Material muss zum Teil ausgetauscht werden.

Was macht ihr Projekt einzigartig gegenüber den anderen Projekten?

„Es darf keinen Grund geben, nicht bei uns mit zu machen“ . Gemeinsam mit den Eltern und Kindern wie auch meinem Team überlegen wir, wie unser Angebot für alle machbar ist. Durch unser sehr hohes Fachwissen und unsere stetigen Teamfortbildungen sind wir da denke ich auf einem guten Weg! Das andere wäre, dass wir trotz dem jährlichen Wachstum, die familiäre Atmosphäre erhalten wollen. Sie ist meiner Meinung nach für Kinder, die immer mehr in zum Teil schwierigen familiären Verhältnissen aufwachsen, besonders wichtig!

Was ist Ihr guter Tipp für andere Engagierte?

Inklusion braucht Mut und Ausdauer! Es lohnt sich aber so sehr und wir haben darin eine große Chance, schon Kinder mit diesem wichtigen gesellschaftlichen Thema zu konfrontieren. Wichtiger aber wie all das Fachwissen ist die eigene persönliche Einstellung mit dem Thema „Andersartig sein!“ Man sollte sich persönlich immer wieder die Frage stellen, ob man hier uneingeschränkt Vorbild ist!

 

Moskito Logo Leuchttürme Oberschwabens

 

Mehr Infos wie auch eine Spendenmöglichkeit finden Sie auf der Projektseite und hier können Sie für das Projekt abstimmen!