Finalisten im Porträt: Ulrike Schreiner-Luik (Lesewelten)

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Uns interessieren auch die Menschen hinter den Projekten. Wem geben wir da eigentlich unsere Stimmen? Um die Engagierten besser kennenzulernen, haben wir Ihnen einen Fragebogen geschickt. Die vorgestellte Person ist in den meisten Fällen natürlich Teil eines größeren Teams. Nach und nach veröffentlichen wir hier die Antworten!

Lesewelten Ulrike Schreiner-Luik

 

Was ist Ihre Rolle bei dem Projekt, wie sind Sie dazu gekommen?

Bei der Betreuung der ehrenamtlichen Vorleser*innen ist meine Rolle die der Vertrauensperson und der Organisatorin. Interessiert an den Erlebnissen beim Vorlesen vor Ort, trage ich die wertvolle Erfahrungen zusammen und streue sie.

Was sind aus Ihrer Sicht die größten Herausforderungen bei dem Projekt?

Menschen zu finden, die Zeit haben vor- oder nachmittags Kinder oder Jugendliche mit ihrem lebendigen, aufmerksamen und zugewandten Vorlesen zu fesseln und die bereit sind, sich in einem regelmäßig stattfindenden Ehrenamt zu engagieren.

Was war bisher ihr persönliches Highlight, welches Sie im Projekt erlebt haben?

Wie eine Vorleserin mit Tränen der Freude in den Augen erzählte, dass sie nach einem Jahr im Kindergarten mit viel persönlichem Einsatz auch die unerfahrenen und unruhigen Kinder begeistern konnte und die Großen zum Kindergarten-Abschluss ihr vorgelesen haben!

Wo sehen Sie das Projekt in fünf Jahren?

Etabliert in umliegenden Städten und Gemeinden. Mit Zuschüssen und Finanzierungen, die eine langfristige und nachhaltige Arbeit auch in Zukunft ermöglichen. Innovativ Interessen und Bedürfnisse der Kinder, Jugendlichen, der Vorleser und der Einrichtungen aufgreifend und mit viel Freude gemeinsam Vorlese-Aktionen umsetzend.

Was erhoffen Sie sich von Leuchttürme Oberschwabens, was würden Sie mit dem Preisgeld machen?

Einen höheren Bekanntheitsgrad und Anerkennung der Bedeutung des Vorlesens in Bildungseinrichtungen und Lebenswelten von Kindern und Jugendlichen. Das Geld fließt in Betreuung/Ausbau von Vorlesegruppen, Schulungen der Vorleser und in Bücher für Kinder und Jugendliche.

Was macht ihr Projekt einzigartig gegenüber den anderen Projekten?

Die Zusammenführung von Generationen! Die jüngste Vorleserin ist 13, die älteste 80 Jahre alt. 889 Kindern und Jugendlichen, im Alter zwischen 2 und 17, aus unterschiedlichen sozialen Schichten und Herkunftsländern, wird wöchentlich vorgelesen.

Was ist Ihr guter Tipp für andere Engagierte?

In unserer durch Medien bestimmten Zeit ist es gut, präsent zu sein. Wichtig ist am Puls der Zeit zu bleiben, Projektideen an den Bedürfnissen vor Ort auszurichten, Beteiligte miteinzubeziehen, sich bei stetiger Verankerung immer wieder neu zu erfinden und den Impulsen aus dem Projekt kommend zu folgen und Mut und Durchhaltevermögen zu bewahren.

 

Kinderstiftung Ravensburg Lesewelten Logo Bewerbung

 

Mehr Infos wie auch eine Spendenmöglichkeit finden Sie auf der Projektseite und hier können Sie für das Projekt abstimmen!